Ich sage Euch an, den 1. Advent
Ich sage Euch an, den 1. Advent — Jaja, bald ist es wieder soweit, Adventszeit, Nikolaus, Weihnachten und: Glühwein. In Graz allemal, denn hier wird die Besinnlichkeit mit alkoholisiertem Zimt und Nelken in diese meist schneelose Stadt katapultiert. In der Herrengasse, der Einkaufsstraße in Graz, wandert man unter 156 lichterketten-behängten Tannenbäumen neben den leuchtenden Schaufenstern und Weihnachtsangeboten hin und her, bis man es riecht: Den Hauptplatz. Der 30m-Baum steht schon und die Glühweinstandl, in besinnlicher Dekoration, erfreuen die Sinne der komsumfreudigen Kundschaft. Persönliche Vorbereitungen sind natürlich auch schon getroffen: Zuhause warten fünf bis sechs Dosen selbstgebackene Plätzchen (oder Kekse) darauf, gegessen zu werden und die Heizung wird hochgedreht bis es kuschlig warm ist. Bis auf die Geschenke lässt sich alles noch schnell organisieren: Lichterketten, Deko, Nikolausmützen, Weihnachtsfeiern. Aber dann, wenn’s einem dann doch wieder einfällt am 23. (oder 22. dieses Jahr?) mischt man sich unter den Rest der Menschheit, der versucht in hektischer, gestresster und unfreundlicher Stimmung die besten, schönsten und billigsten Geschenke zu organisieren um dann wieder in die Besinnlichkeit des Weihnachtsfestes (keine unglücklichen Kinder) zurückzufallen. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, schon alles vorher gekauft, gebastelt oder mir ausgedacht zu haben, um dann wirklich – wie wünschenswert das nur wäre – ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest zu erleben.

Grüß Dich Manuel. Heute 1.Advent – mal wieder und du hast dir Gedanken gemacht, Kekse gebacken und anscheinend auch Tannenbäume gezählt.
ich möchte an dieser Stelle aber doch auch darauf aufmerksam machen das ein Jahr 12 ziemlich lange Monate hat und mindestens einer davon immer vollgastopft wird mit schmierig-klebrigen-Weihnachts-Du-hast-besinlich-zu-sein-Müll.
Das dauert auch in diesem jahr wieder so lange an bis sich die besinlichen-frohlockenden-Weihnachtsmenschlein zur heiligen Nacht in trauter Familienrunde verbal und non-verbal gegenseitig die Köpfe einschlagen, sich selbst die Knarren an die Schläfen setzen oder mit dem Kirchlichen Glockengebimel im Ohr unweit von Gleis eins liegen und auf den erlöhsenden Intercity warten.
Unter anderem aus diesen Gründen hoffe ich, daß es irgendwann wieder möglich ist jemanden einen schönen Dezember zu wünschen ohne das dabei gleich an Tannengrün und doofe rote Mützen gedacht wird.
So Manuel, dies eine andere Sichtweise auf die Dinge und sie ist -wie immer- abhängig vom Standpunkt des Betrachters.
Gruß, David